Weichentransport- und Einbaugerät WETEG  letzte Änderung  07.01.04

 

 Quelle: Fa. BWG Butzbacher Weichenbau GmbH

 

Aufbau und Funktion des WETEG

WETEG besteht aus zwei unabhängigen, synchron auf einem Hilfsgleis verfahrbaren Portalkranen. Die Portale werden elektrisch angetrieben. Die Stromerzeugung erfolgt durch ein externes Elektroaggregat. Die zum Transport der Segmente benutzte Traverse ist gleichzeitig Verlegetraverse auf der Baustelle.
Die Traverse wird durch ihren modularen Aufbau schnell und einfach auf die benötigte Länge ausgerüstet und lagert während des Transports auf 2 Drehzapfen, wodurch Längen bis über 53 m transportiert werden können.
Die Schienen des Hilfsgleises mit einer Spurweite von 4000 mm werden beidseitig des vorhandenen Normalgleises verlegt, so dass eine Vorkopftechnologie Anwendung findet, und das Nachbargleis während der Bauphase betriebsbereit bleibt.

Einsatz des WETEG

Für den Einbau einer vormontierten in Segmenten auf die Baustelle gelieferten Weiche wird das zum WETEG gehörende Hilfsgleis bauseits montiert und mittels Spurhalter gesichert. Die Spurhalter sind stufenlos längs verschiebbar. Die Länge des Hilfsgleises variiert und ist von der Geometrie (Länge) der einzubauenden Weiche und vom erforderlichen Verfahrweg abhängig. Zur Regelausstattung gehören 360 m Hilfsgleis. Größere Längen sind auf Anfrage möglich.

Zum Transport werden die Portale auf einem BWG-eigenen Waggon (Regelabmessungen) verladen und zusammen mit der Weiche an die Baustelle befördert. Auf dem Waggon sind die Portale auf je einem Drehgestell befestigt. Unmittelbar am Einbauort werden die WETEG - Portale mit dem Stromversorgungsaggregat verbunden und mit eigener Kraft auf die vorher verlegten Hilfsschienen in Arbeitsstellung aufgestellt. Damit ist das System betriebsbereit.

Die Waggons mit der an der Traverse hängenden Zungenvorrichtung werden nach dem Lösen der Transportsicherung unter die aufgebauten Portale gefahren. Die Traverse mit dem Weichensegment kann nun aufgenommen, über das Hilfsgleis zur Einbaustelle transportiert und millimetergenau abgelegt werden. Die Steuerung der Portale erfolgt dabei synchron über Funk.

Nach dem Ablegen der Zungenvorrichtung werden mit dieser Traverse die Zwischenschienenbereiche abgelegt. Für die weitere Weichenverlegung steht eine speziell entwickelte Herzstücktraverse zur Verfügung. Der abschließende Einbau des abzweigenden Kurzschwellenteils erfolgt mit einem bauseits erforderlichen 2-Wege-Bagger. Für die Ablage eines Weichensegments werden je nach Länge des Bauteils und Entfernung zwischen dem anliefernden Waggon und der Einbaustelle ca. 20-30 Minuten benötigt.

Das Weichentransport- und Einbaugerät WETEG ermöglicht die Weichenmontage unter Werksbedingungen. Prozessschnittstellen werden vermieden, da Produktion, Qualitätsprüfung, Transport und Ablegen der Weiche in der Einbaustelle in einer Hand liegen.

Weichentransport der Fa. BWG Butzbacher Weichenbau GmbH. Die Firma nutzt teils fest angemietete Güterwagen der DB AG für den Transport. Die Bilder entstanden am 5.8. und 7.8. in Freiberg/Sa. Die vormontierten Weichenteile werden mit den unten abgebildeten Portalkanen eingebaut.

   

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